01.02.2012 | Ausgabe 02/2012

Auf den Punkt gebracht

Bereits im zweiten Jahr in Folge ist die Nachfrage nach Camcordern um etwa 20 Prozent gesunken. Das ist die schlechte Nachricht zum Jahresbeginn. Die gute Nachricht: Der Ab­wärtstrend scheint gestoppt, und die Hersteller tun alles, um ihre Kameras für den Kun­den attraktiver zu machen. Um sich gegenüber videofähigen Fotokameras und filmenden Handys abzusetzen, müssen Videokameras mit einer noch einfacheren Bedienung, kreati­
ven Nachbearbeitungsfunktionen und besonderen Ausstattungsmerkmalen ausgestattet sein. Wie das aussieht, haben die vier großen Hersteller Canon, JVC, Panasonic und Sony auf der US­-amerikanischen Elektronikmesse CES, die tradi­tionell Anfang Januar in Las Vegas stattfand, in Form von 35 neuen High­Definition-­Camcordern gezeigt. Kameras mit Standard­-Auflösung in PAL sind im Modelljahr 2012 nahezu vollständig aus dem Sortiment verschwunden (nur Samsung und Sony bieten solche Geräte noch an). Kameras mit Mini­-DV­-Band für den Amateurbereich findet man nur noch im Gebrauchtmarkt. Lediglich im professionellen Lager wird es auch weiterhin einen kleinen Kundenkreis geben, der auf band­basierte Systeme setzt. Als Aufnahmemedium hat sich der Flashspeicher, entweder als Speicher­karte oder als interner Baustein, nahezu komplett durchgesetzt. Andere Aufnahmemedien, wie beispielsweise die Festplatte, spielen nur noch eine untergeordnete Rolle.
Auch bei 3D­-Camcordern gibt es Neues zu berichten: Sony hat seinen bisherigen »doppeläugigen« Camcorder TD10 in vielen Details verbessert und bietet das Gerät künf­tig als TD20 an. Panasonic hält an dem Konzept fest, seine Camcorder mit einem 3D­-Objektivaufsatz für stereoskopische Aufnahmen umzurüsten. Auch hier gibt es einige Ver­besserungen zu melden. JVC hingegen hat keinen Nachfolger des im letzten Jahr einge­führten 3D­-Camcorders TD1 angekündigt, und Canon hält sich aus dem Thema 3D kom­plett raus. 
Da Filmer großen Wert auf exzellente Bildqualität, gute Ausstattung und einfache Bedienung legen, haben alle Anbieter daran gearbeitet, ihre Kameras mit noch besseren Automatikfunktionen und intuitiverer Bedienung für ungetrübte Freude am Filmen aus­zustatten. Ich meine, für Filmer sind das gute Nachrichten.


Viel Spaß beim Lesen!


Ihr


Egin Altenmüller


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