01.03.2009 | Ausgabe 2/2009

Filmlook de Luxe

35-mm-Adapter für wenig Geld

Von vorne bis hinten scharf: So kennt man das Videobild. Quelle: Hartmut Gau

Von vorne bis hinten scharf: So kennt man das Videobild. Quelle: Hartmut Gau

Video wird auch von Laien schnell als solches erkannt, weil es das Bild von nah bis fern scharf darstellt. Das Filmbild lebt jedoch von Schärfeebenen. 35-mm-Adapter können helfen, bringen aber auch Probleme mit sich. Wir wollten wissen, für wen sich der Aufwand lohnt.

Farbkorrektur und Vollbildmodus sind nur zwei Möglichkeiten, sich der Optik von Kinofilmen anzunähern. Eine dritte ist die Reduzierung der Schärfentiefe. Ambitionierte Videofilmer setzen alles daran, ihre Aufnahmen filmischer wirken zu lassen. Vergleichen Sie einmal das Bild, das Sie durch den Sucher Ihrer Videokamera sehen mit dem Bild, das sich Ihnen beim Blick durch den Sucher einer Spiegelreflexkamera bietet. Im ersten sind nahezu alle Ebenen vom Vordergrund bis zum Horizont etwa gleich scharf. Das Bild der Spiegelreflexkamera kann diesen Schärfebereich nicht bieten – außer im äußersten Weitwinkel bei gutem Licht mit fast geschlossener Blende. Im Grunde genommen ist diese reduzierte Schärfentiefe ein technisches Manko. Als solches wurde sie auch in der Frühzeit des Kinos angesehen. Doch schon bald erkannten Filmemacher die dramaturgischen Möglichkeiten dieser »Einschränkung«. Sie verwendeten die Kontrolle über Schärfe und Unschärfe, um die Aufmerksamkeit des Zuschauers gezielt auf bestimmte Bildbereiche zu lenken.

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